Warnstreik bei Hugendubel in München

Warnstreik bei Hugendubel in München

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di rief am heutigen Freitag die Beschäftigten der Buchhandelskette Hugendubel in München zum Warnstreik auf. 60 Buchhändlerinnen und Buchhändlern setzten mit Trillerpfeifen und Sprechchören vor der Hugendubel-Filiale am Stachus ein lautstarkes Zeichen gegen die Hinhaltetaktik des Arbeitgeberverbandes der Verlage und des Buchhandels in Bayern. Seit über 13 Monaten und vier Tarifrunden wurde bislang ergebnislos um einen neuen Entgelt- und Manteltarifvertrag verhandelt.

„Die Arbeitgeber sollen endlich ihre Blockadehaltung aufgeben und den Kolleginnen und Kollegen für ihre täglich geleistete gute Arbeit einen existenzsichernden Tarifvertrag geben, von dem die Beschäftigten hier in München gut leben können“, so Dominik Datz, der zuständige Gewerkschaftssekretär im ver.di-Fachbereich Handel/Buchhandel in München.

Der Arbeitgeberverband hatte für eine Laufzeit von 24 Monaten lediglich eine Lohnerhöhung von 2% angeboten – allerdings nur unter Wegfall der Spätöffnungszuschläge.  „Dieses unterirdische Angebot“, so ver.di, „ist unannehmbar und ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.“ Die Forderung der ver.di-Tarifkommission für die laufende Tarifrunde liegt  bei einer Lohnerhöhung um 5,6%, mindestens aber um 163 EUR sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 EUR. Zudem soll der von den Arbeitgebern gekündigte Manteltarifvertrag unverändert wieder in Kraft gesetzt werden.

Der Warnstreik der Hugendubel-Beschäftigten wird am Samstag, den 19.05.2018, fortgesetzt.

Quelle: Text Ver.di