Tag der offenen Werkstätten im deutschen Museum

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Maßarbeit (nicht nur) für die neuen Ausstellungen

Tag der offenen Werkstätten: Am 5. Mai zeigen wir, wie Bildhauer, Mechaniker & Co. an Dioramen, Demonstrationen und Exponaten für das Museum ab 2020 arbeiten – und welche vielfältigen Aufgaben unsere Experten Tag für Tag hier im Bestand erfüllen

(München, 2. Mai 2018) Echte Maßarbeit und alles Einzelstücke: In unseren Werkstätten entstehen derzeit zahlreiche Dioramen und Demonstrationen, werden wertvolle Exponate restauriert und für die Ausstellungen vorbereitet, die 2020 im Deutschen Museum neu eröffnen. Daneben hält der laufende Museumsbetrieb noch tagtäglich eine Vielzahl an Herausforderungen und Aufgaben für unsere 23 hauseigenen Fachwerkstätten bereit. Am 5. Mai, dem „Tag der offenen Werkstätten“, können sich unsere Besucher ein Bild davon machen: Dann laden Maler, Elektroniker, Restaurateure & Co. von 8 bis 16 Uhr mit Führungen zum Blick hinter die Kulissen.

Hier eine Kaplanturbine, da eine Satellitensteuerung und dort eine Wasseruhr: Das sind nur einige der aktuellen Projekte, mit welchen die Spezialisten in der Mechanikwerkstatt, im Elektroniklabor oder im Maleratelier derzeit ordentlich beschäftigt sind. Nach Abschluss der ersten Phase der Modernisierung, bekommen die Besucher in den neuen und überarbeiteten Dauerausstellungen jede Menge Neues zu sehen – ein Großteil davon Maßanfertigungen, die gerade hier in den Werkstätten entstehen. Wenn am 5. Mai unsere Werkstätten ihre Türen öffnen, können die Besucher schon einen Blick in die Zukunft werfen auf das, was sie ab 2020 im Deutschen Museum erwartet.

Einiges davon ist sogar schon fertig, wie der „Flötenspieler“: Weißer Oberkörper auf hellgrauem Unterbau, aus dem dunkelgraue Stäbe zu den Händen mit der braunen Flöte führen – in dezenten Farben ganz unscheinbar steht er da neben der Tür in der Modellbauwerkstatt. „Der Flötenspieler kommt in die neue Robotik-Ausstellung“, erklärt Werkstattleiter Franz Huber. „Per Knopfdruck können die Besucher ihn dann flöten lassen.“ Die Demonstration, die auf ein mechanisches Musikinstrument aus dem neunten Jahrhundert zurückgeht, ist ein Paradebeispiel für die Arbeit in den 23 hauseigenen Werkstätten des Deutschen Museums.

Neben den Modellbauern waren bei der Entstehung des Flötenspielers auch Bildhauer, Feinmechaniker und Maler im Einsatz. „Nur dank der Zusammenarbeit unserer verschiedensten Fachleute können wir überhaupt solche Mitmachstationen erschaffen und die Meisterwerke erhalten, für die das Museum berühmt ist“, sagt Abteilungsleiterin Simone Bauer. Das gilt natürlich auch für die beliebten Dioramen. Während die Modellbauer gerade millimetergenau an der Tribüne für den sogenannten Äthertag werkeln, formen die Bildhauer nebenan die Figürchen, die das 3-D-Bild bevölkern sollen: In der Szene wird die erste Narkose eines Zahn-Patienten vor Ärzten und Studenten Mitte des 19. Jahrhunderts in Boston dargestellt.

„Zu den neuen maßgefertigten Demonstrationen und Dioramen kommen die wertvollen alten Exponate aus den geräumten Ausstellungen, die jetzt restauriert werden“, sagt Simone Bauer. „Nicht zu vergessen: Wir haben ja noch den laufenden Museumsbetrieb und müssen uns auch um den Unterhalt des Bibliotheksgebäudes und die anderen Bereiche auf der Insel kümmern!“ So gewähren auch Maurer, Schneiderinnen und Gärtner am „Tag der offenen Werkstätten“ Einblick in ihre tägliche Arbeit. Insgesamt präsentieren sich am 5. Mai 17 verschiedene Gewerke den Besuchern.

Das Programm:
Führung durch die Werkstätten:
Beginn: 8 Uhr Weitere Führungen beginnen jeweils zur vollen und halben Stunde Letzte Führung: 16 Uhr Dauer: ca. 1,5 Stunden
Maximale Teilnehmerzahl pro Führung: zwölf Personen. Es finden drei unterschiedliche Touren durch je sechs Werkstätten statt. Eine der Touren ist barrierefrei.

Sonderführungen
Führung in Gebärdensprache:
Beginn: 14.00 Uhr Anmeldung nötig unter  b.butzug@deutsches-museum.de
Kinderführung:
Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren dürfen in der Schreinerei, in der Malerwerkstatt und in der Buchbinderei selbst werkeln. Beginn: 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr Dauer: 1,5 bis 2 Stunden Maximale Teilnehmerzahl: zehn Personen (je Kind bitte nur eine Begleitperson)
Treffpunkt für alle Aktionen ist im Innenhof des Museums. Anmeldungen zu den regulären Führungen und den Kinderführungen sind im Voraus leider nicht möglich. Plätze können am 5. Mai ab 8 Uhr am Infostand im Museumshof reserviert werden. Die Teilnahme ist kostenlos!

Quelle: Text Deutsches Museum