Südliche Fröttmaninger Heide: Veränderung bei Freigabe und Sperrung von Wegen

Schülerwettbewerb
Foto: Hans Schultheiß

Für das Naturschutzgebiet „Südliche Fröttmaninger Heide“ auf einem ehe-maligen Truppenübungsplatz gibt es neue Erkenntnisse über die Belastung des ehemaligen Truppenübungsplatzes mit Kampfmitteln. Die Regierung von Oberbayern passt deshalb die Regeln zum Betreten der Heide an, um Besucherinnen und Besucher zu schützen. Teilweise werden bisher begeh-bare Wege gesperrt, teilweise werden neue Wege freigegeben. Die Regie-rung von Oberbayern fordert die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die ge-sperrten Flächen und Wege auch im Interesse ihrer eigenen Sicherheit nicht zu betreten.
Die Südliche Fröttmaninger Heide erstreckt sich teils auf das Gebiet der Landes-hauptstadt, teils auf den Landkreis München. Bereits 2016 hat die Regierung von Oberbayern parallel zur Ausweisung als Naturschutzgebiet in einer weiteren Ver-ordnung das Betreten der Flächen verboten, die nach damaligen Erkenntnissen Anhaltspunkte für eine Belastung mit Kampfmitteln boten. Neue Erkenntnisse aus Untersuchungen und Kampfmittel-Räumungen haben nun zu einer teilweisen Neubewertung des Risikos geführt. Auf einigen bisher unverdächtigen Flächen wurde eine erhebliche Belastung festgestellt. Diese bisher unverdächtigen, nicht untersuchten Flächen müssen nun gesperrt werden. Dazu hatten die Landes-hauptstadt München sowie das Landratsamt München als Sicherheitsbehörden die Regierung von Oberbayern als höhere Naturschutzbehörde auch aufgefor-dert. Es verbleiben daher leider nur wenige nicht gesperrte Flächen zum zeitwei-ligen Betreten im Rahmen der Naturschutzgebiet-Verordnung.
Erfreulicherweise können dagegen andere Wegabschnitte im westlichen und südlichen Teil nunmehr gefahrlos genutzt werden, weil diese der Heideflächen-verein Münchener Norden e.V. in Abstimmung mit den Behörden entmunitioniert hat. Damit besteht fortan ein Grund-Wegenetz, das Rundgänge ermöglicht.
Seit 2016 hat der Heideflächenverein in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Sicherheitsbehörden Wege und Flächen auf die Belastung durch Kampfmittel untersuchen lassen. Nachdem dabei mehr Kampfmittel gefunden waren als im bisherigen Gutachten erwartet, haben die Erkundungen mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant. Ein auf dieser Basis erstelltes Räumkonzept befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Nach dem Ende der Vogel-Brutzeit, voraussicht-lich ab August 2018, werden die Fachfirmen im Auftrag des Heideflächenvereins die Arbeiten zum Entmunitionieren der restlichen Wege und einiger Flächen wie der aufnehmen. Im Anschluss daran wird die Regierung von Oberbayern die Verordnung zur Be-schränkung voraussichtlich erneut anpassen.

Die Änderungsverordnung tritt am 30. Juni 2018 in Kraft. Die neue aktualisierte Verordnungskarte M 1 : 5000 ist ab dem 29.06.2018 auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern verfügbar.
Die Verordnungskarte finden Sie unter folgendem Link:

https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/imperia/md/content/regob/internet/dokumente/bereich5/umweltrecht/180625_original-karte_beschrankungsvo5000-2018.pdf
Das Oberbayerische Amtsblatt Nr. 13 vom 29.06.2018 ist unter folgendem Link abrufbar:
https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/imperia/md/content/regob/internet/dokumente/obabl/13_290618.pdf

Quell: Text Regierung von Oberbayern