Sechster Bayerischer Blitzmarathon gegen Raser

Blitzmaraton
Foto: Hans Schultheiß

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann informiert übersechsten Bayerischen Blitzmarathon gegen Raser:
Vom 18. bis 19. April 24 Stunden bayernweit verstärkte Geschwindigkeitskontrollen – Rund 1.900 Polizisten
kontrollieren an 2.000 möglichen Messstellen – Alle Messstellen im Internet abrufbar – Europaweite Aktion

Quelle: Video mymuenchen C. Hartmann

Polizeikelle
Foto: Hans Schultheiß
Blitzmesswagen
Foto: Hans Schultheiß
Blitzlaserpistole
Foto: Hans Schultheiß

+++ Ab morgen, den 18. April 2018, 6 Uhr, bis Donnerstag, den 19. April
2018, 6 Uhr, werden insgesamt rund 1.900 Polizistinnen und Polizisten
sowie etwa 50 Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbände der
kommunalen Verkehrsüberwachung verstärkt die Geschwindigkeit an
rund 2.000 möglichen Messstellen in ganz Bayern kontrollieren.
Besonders im Visier sind Unfallschwerpunkte auf Landstraßen und
Abschnitte, auf denen oft zu schnell gefahren wird. Dabei wird moderne
Messtechnik zum Einsatz kommen, zum Beispiel spezielle
Lasermesspistolen und hochpräzise digitale Messgeräte. Das sind die
Eckdaten des sechsten Bayerischen Blitzmarathons, die heute Bayerns
Innenminister Joachim Herrmann in München vorgestellt hat. “Unser 24-
Stunden-Blitzmarathon ist Teil des europaweiten ‘Speedmarathons’, der
vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk ‘TISPOL’ koordiniert wird”,
erklärte Herrmann. Auch andere Bundesländer beteiligen sich daran.
“Das besondere an der Aktion ist, dass wir alle Messstellen im Vorfeld
veröffentlichen”, betonte der Minister. Jeder könne sich im Internet
unter www.sichermobil.bayern.de informieren. +++
Auch der sechste Bayerische Blitzmarathon findet im Rahmen des
Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 ‘Bayern mobil – sicher ans
Ziel’ statt. Ziel des Programms ist, in Bayern bis zum Jahr 2020 die Zahl der
Verletzten zu reduzieren und insbesondere die Zahl der Verkehrstoten auf
unter 550 (2017: 608 Verkehrstote in Bayern) zu senken. “Mit unserem
Blitzmarathon wollen wir alle Verkehrsteilnehmer aufrütteln, sich dauerhaft an
die Geschwindigkeitslimits zu halten und im Zweifel besser den Fuß vom Gas
nehmen”, beschrieb Herrmann die Zielrichtung. “Uns geht es nicht darum,
möglichst viele Bußgelder einzunehmen.” Wichtig ist dem Innenminister, die
besonderen Gefahren von zu hoher Geschwindigkeit hervorzuheben. “Sofern
möglich werden deshalb unsere Polizistinnen und Polizisten die ertappten
Verkehrssünder gleich nach der Messung anhalten und entsprechend
aufklären”, kündigte Herrmann an. “Dadurch wollen wir einen nachhaltigeren
Effekt erzielen.” Wenn sich Verkehrsteilnehmer aus eigener Überzeugung an
die Regeln hielten, wäre für die Verkehrssicherheit viel gewonnen.
Nach Herrmanns Worten wird zu hohe Geschwindigkeit immer noch oftmals
als Kavaliersdelikt abgetan. “Hier ist ein Sinneswandel dringend erforderlich”,
forderte der Minister. 2017 wurden auf Bayerns Straßen insgesamt 226
(2016: 215) und damit 5,1 Prozent mehr Menschen durch
Geschwindigkeitsunfälle getötet, als im Vorjahr. Die Zahl der dabei Verletzten
ging mit 10.112 zwar leicht zurück (2016: 10.234, -1,2 Prozent). insgesamt
stieg die Zahl der registrierten Geschwindigkeitsunfälle aber auf 19.060
(2016: 18.763, +1,6 Prozent) weiter an. “Es sind also noch viel zu viele
Unbelehrbare auf unseren Straßen unten/vegs“, folgerte Herrmann und
appellierte an alle Fahrerinnen und Fahrer: “Seien Sie ein Vorbild im
Straßenverkehr und nie zu schnell unten/vegs. Denn Rasen kann Leben
kosten.”

Quelle Text: Bayerisches Staatsministerium des Inneren und für Integration / Bilder Hans Schultheiß