Regierung lädt Führungskräfte zur Frühjahrs-Dienstversammlung ein

Feuerwehr berät über Gefahrenbekämpfung bei Elektrofahrzeugen und andere aktuelle Themen

 Die Regierung von Oberbayern lädt die 90 oberbayerischen Kreis- und Stadtbrandräte sowie Kreis- und Stadtbrandinspektoren zusammen mit Vertretern von Polizei und Fachbehörden ein zur diesjährigen Frühjahrs-Dienstversammlung. Der Termin findet statt am Freitag, 16. März, im Bürgerhaus Emmering (Lauscherwörth 5, 82275 Emmering). Bild-Berichterstatter sind herzlich eingeladen.

 Regierungspräsidentin Brigitta Brunner wird die Teilnehmer begrüßen. Sie dankt nicht nur den Führungskräften, sondern allen aktiven Feuerwehrleuten in Oberbayern für ihre hervorragenden Leistungen bei ihrem oftmals gefährlichen und Nervenstärke erfordernden Dienst an der Gemeinschaft. Die Regierung von Oberbayern hat im Jahr 2017 über 16 Millionen Euro für Feuerwehrfahrzeuge und -geräte und knapp 2,5 Millionen Euro für Feuerwehrgerätehäuser an die Gemeinden Oberbayerns ausbezahlt. Sie konnte außerdem den Einsatzkräften über 2.300 Lehrgangsplätze an den drei staatlichen Feuerwehrschulen zur Verfügung stellen.

Die Regierung von Oberbayern wird mit den Feuerwehr-Führungskräften aktuelle Fragen des Feuerwehrrechts und fachliche Themen erörtern. Besondere Aufmerksamkeit wird die Gefahrenbekämpfung bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen erfahren, deren Zahl stetig wächst. Durch die alternativen Antriebsarten ändern sich bei einem Verkehrsunfall das Gefahrenspektrum und die Vorgehensweise der Einsatzkräfte. Bei Elektrofahrzeugen ist beispielsweise nicht sofort erkennbar oder hörbar, ob sich nach einem Unfall der Motor noch in einem betriebsbereiten Zustand befindet. Eine Hochvolt-Batterie kann nach einem Unfall auch noch nach Stunden oder Tagen durch eine interne Reaktion in Brand geraten. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist, ob es sich bei einem Unfallwagen um einen alternativ-angetriebenen Fahrzeugtyp handelt. Somit stehen die Feuerwehren vor neue Herausforderungen, so dass sie sich mit den neuen Konzepten vertraut machen müssen. Das ADAC-Technikzentrum Landsberg wird vor Ort über die Besonderheiten beim Abschleppen dieser Fahrzeuge informieren.

Neben diesem Schwerpunkt stehen auch weitere wichtige Themen auf der Tagesordnung. Dazu gehört die Neukonzeption der Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente für die überregionale Katastrophenhilfe innerhalb Bayerns sowie der Länder- und Staaten-übergreifenden Katastrophenhilfe: Großschadenslagen und Katastropheneinsätze, wie beispielsweise die Schnee-Katastrophe 2006 oder die Hochwasser-Katastrophe 2013, erfordern den Einsatz von Feuerwehren auch außerhalb ihrer örtlichen Zuständigkeit im Gemeindegebiet. Hierfür treffen die Katastrophenschutz-Behörden organisatorische Voraus-Planungen, um im Einsatzfall bedarfsgerecht und zeitnah reagieren zu können.

Quelle: Regierung v. Oberbayern