PresseClub-Gespräch mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter

Foto: Hans Schultheiß

Der OB, die Mieten und zwei Frauen

Foto: Hans Schultheiß

In vier Monaten wird abgerechnet: Bei der Kommunalwahl im März nächsten Jahres stellt sich Oberbürgermeister Dieter Reiter den Münchner Bürgern erstmals zur Wiederwahl. Er kann dabei auf eine gute gefüllte Stadtkasse verweisen, mit der sich große, aber auch dringend notwendige Investitionsvorhaben finanzieren lassen. An vorderster Stelle stehen der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Sanierung und der Neubau zahlreicher Schulen. Zudem konnte die Stadt mit Millionenbeträgen Wohnungen neu bauen oder bestehende kaufen und so die Bewohner vor andernfalls drohenden Mietsteigerungen bewahren. Hier liegen für den Rathaus Chef Freud und Leid beieinander: München zählt zu den attraktivsten Metropolen Europas, was einerseits Touristen anlockt und viele hochwertige Arbeitsplätze bringt, andererseits Preise und Mieten immer weiter hochtreibt, weshalb Münchner befürchten, sie könnten sich das Leben in ihrer Stadt nicht mehr leisten. Auch der bevorstehende Wahlkampf birgt für den sozialdemokratischen OB zahlreiche Risiken: Seine Partei schwächelt und muss mit empfindlichen Verlusten rechnen, zugleich hat er mit zwei jungen Frauen von CSU und Grünen ernst zunehmende Herausforderinnen.