Polizeieinsatz mit Schwerpunktkontrollen am Hauptbahnhof und dessen Umfeld

Raubüberfall auf Wettbüro
Polizei Blaulicht

Neben den beinahe täglich stattfindenden Kontrollen im Bereich des Münchner Hauptbahnhofs durch die örtlichen Polizeidienststellen und regelmäßigen Schwerpunkteinsätzen setzt das Polizeipräsidium München zudem auf behördenübergreifende Großkontrollen.

Aus diesem Grund fand am Donnerstag, 03.05.2018, in Kooperation mit der Bundespolizei, dem Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München und dem Hauptzollamt München – Finanzkontrolle Schwarzarbeit ein umfangreicher Schwerpunkteinsatz statt.

Dies ist nun bereits die zweite Kontrolle dieser Art. Der erste große Schwerpunkteinsatz erfolgte bereits am 16.11.2017.

Seit den frühen Morgenstunden (ab 07:00 Uhr) bis spät Nachts (etwa 24:00 Uhr) wurden im Gesamtverlauf über 1000 Personenkontrollen und Identitätsfeststellungen durchgeführt. Hierbei wurden bei rund 25 Personen Fahndungstreffer aus unterschiedlichen Gründen (beispielsweise sogenannte Aufenthaltsermittlungen) festgestellt. Gegen insgesamt drei Personen lag ein Haftbefehl vor.

Mehr als 250 Personen mussten des Platzes verwiesen werden. Die Gründe hierfür waren vielfältig.

Von den beinahe 30 festgestellten Straftaten entfielen 21 Anzeigen auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Als erwähnenswert ist diesbezüglich hervorzuheben, dass ein 20-Jähriger innerhalb weniger Stunden dreimal mit dem Besitz einer geringen Menge Betäubungsmittel aufgegriffen worden war.
Dass die regelmäßigen und konsequenten Kontrollen auch bei den gewohnheitsmäßig aufhältigen Personen Wirkung zeigen, wird an lediglich einem festgestellten Verstoß gegen (ein vom Kreisverwaltungsreferat München erlassenes) Aufenthaltsverbot deutlich.

Bereits zu Beginn des Einsatzes konnten mehrere Personen angetroffen werden, die in unterschiedlichen Parkanlagen nächtigten. Dies ist ebenso, wie der Alkoholgenuss (wenn andere dadurch mehr als unvermeidbar belästigt werden) nach der Grünanlagensatzung der Landeshauptstadt München untersagt. Die angetroffenen Personen wurden demzufolge einer Kontrolle unterzogen und mussten anschließend die Parkanlage verlassen.

Im Verlauf des Vormittags wurden vereinzelt Bettler angetroffen. Verstöße wurden hierbei jedoch nicht festgestellt. Weiterhin konnten sporadisch wenige Personen angetroffen werden, die im Umfeld des Hauptbahnhofes passiv ihre Arbeitskraft anboten.

Nachmittags wurde ein Zulauf an Personen im Bereich des Hauptbahnhofs und im südlichen Bahnhofsviertel festgestellt, welche jedoch bereits gegen 21:00 Uhr nahezu absent waren.
Bei der Kontrolle einer Sisha-Bar in der Landwehrstraße wurden gegen 21:20 Uhr rund 70 Personen angetroffen. Gegen eine dieser Personen bestand ein Haftbefehl, der vollstreckt wurde.

Gegen 23:00 Uhr wurden Unterhaltungsbetriebe in der Schillerstraße und Goethestraße kontrolliert. Während in dem Etablissement in der Schillerstraße keine Verstöße festgestellt wurden, resultierte die Kontrolle eines Wettbüros in der Goethestraße in zwei festgestellten Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz sowie einem ausländerrechtlichen Verstoß. In dem Wettbüro wurden rund 200 Personen angetroffen und selektiv kontrolliert.

Ein Verstoß gegen das seit Januar 2017 geltende nächtliche (22:00 – 06:00 Uhr) Alkoholverbot konnte nicht festgestellt werden.
Die Polizei München wird weiterhin konsequente und intensive Kontrollen im Bereich des Hauptbahnhofes und einem weiten Umfeld durchführen. Dies wird auch in Zukunft in enger Kooperation mit der Bundespolizei, dem Kreisverwaltungsreferat München und dem Hauptzollamt München – Finanzkontrolle Schwarzarbeit erfolgen. Das Sicherheitsgefühl und die Sicherheit der Bürger in München sind uns sehr wichtig. Wir bitten deshalb die Münchner Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen und Auffälligkeiten unverzüglich dem Polizeinotruf 110 zu melden. Nur so kann ein schnelles Eingreifen der Polizei bei Sicherheits- oder Ordnungsstörungen gewährleistet werden.

Ein besonderer Dank gilt auch wieder der Münchner Bevölkerung, welche viel Verständnis und Unterstützung für die Schwerpunktkontrolle entgegen gebracht hat.

Detaillierte Informationen bezüglich der durch die Bundespolizei erfolgten Kontrollen und Feststellungen können dem Pressebericht der Bundespolizei entnommen werden.

Quelle: Polizei Bayern