Grundstein für das Zukunftsmuseum

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Deutsches Museum Nürnberg: „Wir spüren, dass wir hier willkommen sind“, sagt Generaldirektor Heckl – und erläutert die Konzeption für das neue Haus

(Nürnberg/München, 23. März 2018) Ab heute bekommt die Zukunft ein Gesicht: Am Augustinerhof ist der Grundstein für das Gebäude gelegt worden, in dem das Deutsche Museum Nürnberg sein Zuhause findet. Generaldirektor Wolfgang M. Heckl freut sich auf das neue Museum, das 2020 eröffnen soll – und erklärt die Grundzüge der Konzeption.

Rund zwei Jahre wird es noch dauern, bis das Deutsche Museum Nürnberg seine Türen für die Besucher öffnet. Die grundlegenden Entscheidungen zur Konzeption und den Schwerpunkten in den Ausstellungen sind bereits gefallen. Auf der Museumsinsel in München arbeitet ein zehnköpfiges Team an den Planungen für das neue Haus in Nürnberg, und die Ausrichtung ist klar: „Das Zukunftsmuseum“ wird es heißen – und der Name ist Programm. Generaldirektor Heckl erläutert: „Wir wollen hier etwas völlig Neues schaffen und unsere Besucher mit auf eine Reise in die Zukunft nehmen. Und ihnen dabei helfen, ihre Zukunft in einer demokratischen Gesellschaft mitzugestalten.“ Modernste Technik, Trends und Prototypen sollen hier ausgestellt werden. Die Ausstellung soll ständig aktualisiert werden – denn nichts ist so alt wie die Zukunft von gestern.

Science Fiction wird bei der Aufbereitung und der Erzählweise in dem neuen Museum eine große Rolle spielen. Ein futuristisches, 250 Quadratmeter großes Holodeck, wie man es sonst nur aus „Star Trek“ kennt, dürfte viele Menschen begeistern. Gleichzeitig soll das Haus aber auch ein Science Center sein – und ein Haus des Bürgerdialogs. „Wir wollen bei der Planung und später im Betrieb eng mit der Nürnberger Stadtgesellschaft und der Region, ihren Forschungseinrichtungen, Schulen und Unternehmen zusammenarbeiten. Deshalb eröffnen wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg ein Büro im Rathaus, und deshalb haben wir in der vergangenen Woche bereits zwei Kooperationsvereinbarungen mit dem Verein Deutscher Ingenieure (Bezirksverein Bayern Nordost) und dem Hans-Sachs-Gymnasium unterzeichnet. Viele weitere Kooperationen werden folgen.“

Heckl freut sich über die überwältigende Aufmerksamkeit für das neue Museum in Nürnberg. „Wir spüren, dass wir hier willkommen sind. Das Haus hier ist für uns eine großartige Chance. Die Erwartungen in Nürnberg sind riesig – und wir hoffen, dass wir sie auch erfüllen.“

Konzeption: So wird das Zukunftsmuseum aussehen  
Das Deutsche Museum Nürnberg hat eine Fläche von 5500 Quadratmetern – davon knapp 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Als Budget stehen 27,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Ausstellung gliedert sich rund um ein Forum in sieben Ausstellungsbereiche mit je 300 Quadratmetern – von der Mobilität bis zur Medizin der Zukunft. Die Themenbereiche im Einzelnen:
•    Zeit und Raum
•    Mobilität
•    Lebensräume
•    Arbeit
•    Energie
•    Körper und Geist
•    Alltag

Jeder Ausstellungsbereich umfasst Elemente dieser vier Teilbereiche:
Experiment & Aktion: Hier werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Zukunftstechnologie erlebbar und verständlich
Vision: Hier spielen Kunst und Science Fiction eine Rolle
Partizipation: Hier werden die Zukunftsbilder und gesellschaftliche Folgen von Technik diskutiert
Innovation: Hier werden aktuelle Highlights, Trends und Prototypen ausgestellt

Räumliche Aufteilung
Ebene 0: Futuristische „Abflughalle“ für die Reise in die Welt der Zukunft
Ebene 1: Wie funktioniert die Welt der Zukunft (Energie, Mobilität, Lebensräume)
Ebene 2: Wie leben wir in der Welt der Zukunft (Körper und Geist, Wohnen, Arbeiten)
Ebene 3: Zukunftsvisionen (Reisen durch Raum und Zeit, virtuelle Welten).

Grundlegende Fakten
Fläche: 5500 qm
Ausstellungsfläche: 2900 qm
Budget: 27,6 Millionen Euro
Fertigstellung: 2020

Quelle Text: deutsches Museum