DLRG – Tipps für die Sicherheit am Wasser

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Rettungsboot e der DLRG im Einsatz auf dem Starnberger See (Foto: Florian Boecking)

DLRG – Tipps für die Sicherheit am Wasser,
die Badesaison hat begonnen. Viele Menschen zieht es dann
wieder ins Schwimmbad, an den Badesee, an einen Fluss oder
ans Meer. Doch Vorsicht: Wasser kann tückisch sein und
Gefahren bergen. Damit das Baden ein Vergnügen bleibt, rät die
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt zu
Besonnenheit und Vorsicht. „Im vergangenen Jahr sind in allein
Bayern 86 Menschen ertrunken. Das sind zu viele“, warnt Ingo
Flechsenhar, Präsident der DLRG Bayern.

Achtung Eltern und Betreuer:
Eltern dürfen kleine Kinder am und im Wasser nie aus den
Augen lassen und sollen immer in Griffweite bleiben.

Erst wenn Ihr Kind das Deutsche Schwimmabzeichen in
Bronze – früher auch Freischwimmer genannt – hat, kann es
sicher schwimmen.

Rechnen Sie damit, dass Freunde gar nicht oder nicht sicher
schwimmen können. Denn immer weniger Kinder und auch
Erwachsene in Deutschland können schwimmen.

Achtung beim Baden in der Natur:
Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen.
Warnhinweise wie „Steilufer“ beachten.

Nur gemeinsam mit anderen oder unter Aufsicht schwimmen.
Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen; nicht leichtsinnig werden.

Auch nach mehreren warmen Tagen erwärmt sich zunächst nur
die Wasseroberfläche. Tiefe Gewässer wie Baggerseen sind
immer noch kalt. Das kann zu Unterkühlung und Krämpfen
führen und lebensgefährlich werden.

Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen
Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge in Ufernähe
oder im flachen Wasser können lebensgefährlich sein oder
schwerste, dauerhafte Schäden wie Querschnittslähmung nach
sich ziehen.

Ein Bad im Fluss oder das Kentern bei einer Bootsfahrt können
harmlos aussehen, sind aber gefährlich: Die Kälte des Wassers
lässt die Kräfte sehr schnell schwinden. Und an steilen,
bewachsenen Ufern kann man sich oft nicht mehr ans Land
retten.

Strömungen und Brückenpfeiler sind tödliche Risiken.
Sobald ein Gewitter aufzieht: raus aus dem Wasser

Risiko Biergarten:
Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol. Denn er kann
bewirken, dass Sie Ihre Kräfte überschätzen.

Achtung am Meer:
Gezeiten, nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen
sowie starke ablandige Winde können sogar gute Schwimmer in
Lebensgefahr bringen. Respektieren Sie deshalb örtliche
Warnungen wie die rote Flagge am Strand.

Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches
Spielzeug und können leicht abgetrieben werden. Vertrauen Sie
ihnen nicht Ihr Leben an!

DLRG-Einsatzleiter Sven Slovacek: „Informieren Sie sich gleich
am ersten Urlaubstag über Rettungsposten und Notrufmöglichkeit.
Lernen Sie, in der Landessprache Hilfe im Notfall zu holen.“

Über die DLRG
Mit rund 1.500.000 Mitgliedern und Förderern ist die DLRG weltweit
die größte Organisation für die Wasserrettung.
Mehr im Internet: dlrg.de

Über die DLRG Bayern
Die DLRG hat in Bayern rund 167.000 Mitglieder und Förderer. Wir
geben Hinweise zur Sicherheit am Wasser und bilden jährlich rund
30.000 Menschen im Schwimmen und Retten aus. Ein Netz von
Rettungsstationen, Schnell-Einsatz-Gruppen und
Wasserrettungszügen ermöglicht jederzeit kompetente Hilfe. Dabei
arbeiten wir mit den anderen Hilfsorganisationen Hand in Hand. Die
gesamte Arbeit wird vom Ehrenamt getragen, in über 100
Ortsgliederungen.
Mehr im Internet: bayern.dlrg.de

Quelle: Text und Bilder DLRG Bayern