Der Münchner Christkindlmarkt 2019 eröffnet am 27. November 2019 in der Innenstadt

Clemens Baumgärtner / Foto: Hans Schultheiß

Der Münchner Christkindlmarkt 2019

Vom 27. November bis 24. Dezember lädt in der Innenstadt der
traditionsreiche Münchner Christkindlmarkt zum Bummeln, Schauen und
Shoppen ein. Der klassische Weihnachtsmarkt, veranstaltet vom Referat
für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München, gilt als
das „Original“ unter den rund 30 Weihnachtsmärkten in der Stadt. Seine
Anfänge liegen im 14. Jahrhundert, wo auf den sogenannten
„Nikolaimärkten“ Nützliches, Schönes und Nahrhaftes eingekauft wurde.
Heute bietet der Münchner Christkindlmarkt das volle Programm eines
Warenmarktes, aber auch der kulinarische Genuss kommt nicht zu kurz.

Clemens Baumgärtner: Mitschnitt aus der Pressekonferenz vom 18.11.2019 im PresseClub München

Neues vom Münchner Christkindlmarkt
Der Kripperlmarkt an neuem Ort
Eine Besonderheit des Münchner Christkindlmarktes ist der
„Kripperlmarkt“, ein Spezialmarkt für Weihnachtskrippen und allem, was
dazugehört. Der wohl größte Krippenmarkt in Deutschland, zieht alljährlich
viele Krippenfreunde an, die ihre Weihnachtskrippen neu bestücken
wollen. Auch bei jungen Familien setzt sich der Trend zur Hauskrippe fort.
Im letzten Jahr noch angesiedelt in der Neuhauser Straße neben der
Sankt Michaelskirche, wo die Jesuiten 1597 der Münchner Bevölkerung
erstmals eine Weihnachtskrippe vorgestellt haben, musste der
Kripperlmarkt wegen des Umbaus der Alten Akademie an einen neuen
Standort umziehen. Am Rindermarkt vor dem Alten Peter, nur ein paar
Schritte vom Marienplatz entfernt, befindet sich nun dieses Paradies für
Krippenfreunde und solche, die es werden wollen.

Neuer Standort: „Singen unterm Christbaum – ein Singerlebnis zum
Mitmachen“
Mit dem Kripperlmarkt ist das Erfolgsprojekt „Singen unterm Christbaum“
mit an den Alten Peter gezogen, wo jeweils an den Donnerstagen um
16.30 Uhr eine halbe Stunde lang bayerische Advents- und
Weihnachtslieder gesungen werden. Die aus Funk und Fernsehen
bekannten Musikerinnen Traudi Siferlinger und Monika Drasch, unterstützt
von Hansi Zeller am Akkordeon, laden zum gemeinsamen Singen von
alpenländischen Advents- und Weihnachtsliedern ein. Professionell
angeleitet gelingen auch dem Laien Weihnachtsjodler und das Singen von
wenig bekanntem Liedgut. Menschen mit Handicap haben barrierefreien
Zugang, der Platz vor St. Peter ist rollatoren- und rollstuhlgerecht. Die
Liedtexte werden auch in Blindenschrift und Großschrift ausgeteilt, eine
Gebärdensprachdolmetscherin leitet Gehörlose an. Für Hörgeschädigte
liegen mobile Induktionsschleifen bereit. Das gemeinschaftliche
Singerlebnis findet an den Donnerstagen, 28. November, 5., 12. und 19.
Dezember, jeweils 16.30 bis 17 Uhr und bei jeder Witterung statt. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Die eigens für diese
Veranstaltungsreihe erstellten Singhefte werden kostenlos zur Verfügung
gestellt; sie können auch kostenlos unter
www.muenchen.de/singenuntermchristbaum als pdf heruntergeladen
werden. „Singen unterm Christbaum“ wurde von der Volkskultur im
Kulturreferat München entwickelt und in Kooperation mit dem Referat
fürChristkindlmarktes verwirklicht.

Münchner Christkindlmarkt – der Genussmarkt
Der würzige Duft von Glühwein und klassischer Bratwurst zieht Foodies
längst nicht mehr allein auf den Christkindlmarkt. Ob zum Schnabulieren
oder auf der Suche nach essbaren Weihnachtsgeschenken –
Genussmenschen werden rund um den Marienplatz fündig. Auch wer sich
für veganes Essen und Trinken entschieden hat oder Gluten und Laktose
nicht verträgt, bekommt am Münchner Christkindlmarkt die passenden
Speisen und Getränke. Hier eine Übersicht der kulinarischen Neuheiten:
Premiere feiert auf dem städtischen Markt ein Stand der Dolcier
Lebkuchen-Manufaktur, die 25 Sorten vom klassischen Haselnuss-
Elisenlebkuchen bis zu hippen „Salted Caramel“- und edlen „Sapori
d‘Orient“-Varianten mit arabischen Datteln und Blattgold-Cuvée anbietet.
Die Rohstoffe kommen von Slow Food-Lieferanten und die glutenfreien
Manufaktur-Lebkuchen sind vegan, halal und koscher. Mit Glühwein,
Baileys- und Eierlikör gefüllte Lebkuchen, handgemacht in Münchner
Betrieben, verkauft Elisabeth Agethen als Neuheit neben dem bekannten
Stollenbrot und anderem Back- und Naschwerk. Exklusiv sind die
Lebkuchen von Anita Agtsch, die mit einem vor Ort geschossenen Foto
versehen werden oder mit Blattgold verziert und gerahmt zum Aufhängen
als weihnachtliche Dekoration. Gesund geht es im „Hexenhäusl“ zu: Hier
gibt es erstmals die „SweetLezz“-Elisenlebkuchen mit Kokosblütenzucker,
die das Sortiment an glutenfreien Zimtsternen, Spitzbuben und
Bärentatzen mit dieser Spezialität für Diabetiker ergänzen. Neu
imSortiment der Stollenbäckerei ist in dieser Christkindlmarktsaison der
„Kumquat-Cashew-Stollen“; nach wie vor kann aus den über 40 bewährten
Varianten, darunter mit Fruchtzucker für Diabetiker, glutenfreie oder
vegane Stollen, das Lieblingsgebäck ausgewählt werden. Honig-Nougat
aus eigener Herstellung von Rudolf Stey wissen Genießer als
weihnachtliches Gustostück zu schätzen: „Superfruit“ heißt die Kreation
2019 mit Aroniakirsche, Cranberry und Pflaume. Unter den 40 Sorten
finden sich auch veganes Nougat aus Pistazien, Marzipan und Krokant
sowie den regionalen „Münchner Honig-Nougat“ mit Blütenhonig aus der
Lerchenau. Zum Verschenken eignen sich die originellen Werkzeuge und
anderen Dinge aus Schokolade von der Firma Modolo, die 15 neue
Formen wie Bagger, Basketball, Dynamo, Felge oder Erdnuss auf den
Markt bringt. Auch die mit alten Modeln gefertigten Marzipanbrote der
Brotmanufaktur Schmidt schmücken den Gabentisch. Eine Tüte gebrannte
Mandeln, die bei Kälte die Hände wärmt, darf bei einem Christkindlmarkt-
Besuch nicht fehlen. Der Mandel-Fan hat die Qual der Wahl: von den
süßen Klassikern, gern auch in Bio-Qualität, bis zur diversen Bio-Nüssen,
vom scharfen Sortiment mit Chili und Wasabi, geliebt von Gästen aus
Arabischen Ländern, bis hin zu neuen Kreationen, zum Beispiel beim
„Mandelhans“ mit Bio-Himbeer-Balsamico, Bio-Honig-Sesam- oder Bio-
Zimt-Nougat-Mandeln reicht die gebrannte Vielfalt. Ganz neu im
Mandelbrennergeschäft ist das regionale Bio-Knusperbraumalz im
rosaroten Mandelstand der Josy Steinker. Klein, aber fein! Auch das
herzhafte Schmankerlangebot kommt mit kreativen Neuheiten daher. So
stehen im „Bayerischen Spezialitäten-Standl“ Alpenburger, Krautkrapfen
mit veganer Tofu-Füllung und ein Dreierlei vom Knödel auf der
Speisekarte. Bio-Spinatknödel mit Kraut gibt es für Veggie-Freunde
beimWurstbrater Schnitzenbaumer. Die „Bio-Fleckerlalm“ bietet neben der
üblichen Speck-Rahm-Garnitur auch Kartoffelscheiben und Paprika als
Topping an. In der „Schlemmerpyramide“ kann sich der Gourmet neben
Ox‘n-Semmel und Rumpsteak jetzt auch Putenwurst schmecken lassen.
Naturgemäß gehört zu einem Christkindlmarkt-Bummel auch der Genuss
eines Heißgetränks dazu. Ob Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle,
ob in Bio-Qualität, nach altem Familienrezept oder in veganer Variante
geordert, die Auswahl bleibt jedem nach seinem Geschmack überlassen.
Entdeckt werden können aber auch hier Novitäten: So bietet das
„Punschstüberl“ Himbeerpunsch mit eingelegten Himbeeren und Tee mit
Rum, beides Fairtrade, an. Willenborgs Crambambuli wird auch als Rosé
ausgeschenkt. Norbert Lange hat sein Sortiment um Bio-Heidelbeer- und
Schlehenglühwein erweitert und Heinrich Haas führt auch einen Bio-
Eierpunsch. Wer auf sein Wohlbefinden schaut, trinkt entweder
Aroniabeeren-Glühwein bei Göcke, Diabetikerglühwein bei Agtsch oder
gleich alkoholfreien Glühpunsch in diversen Geschmacksrichtungen bei
Pelzer/Wachholz.

Der Münchner Christkindlmarkt – ein klassischer Warenmarkt
Auch wenn das kulinarische Angebot am Münchner Christkindlmarkt gut
aufgestellt ist, zeigt sich der traditionsreiche Weihnachtsmarkt wie in
früheren Zeiten immer noch als typischer „Warenmarkt“. Die Mehrzahl der
152 Marktkaufleute offeriert von ausgesuchtem Christbaumschmuck über
hochwertige Töpferwaren bis zu flauschigen Wollsocken und Fellmützen,
von Plauener Spitzen über Backformen und Ausstecherle bis zu
Ölgemälden mit München-Motiven und vielem mehr, das als
Weihnachtsgeschenk, für den Haushalt oder zum weihnachtlichen
Schmücken des Heims erstanden werden kann. Rote Wachsmodeln,
Zwetschgenmanderl, Engelshaar und Strohsterne gehören zum Inventar
eines altbayerischen Weihnachtsmarktes. Speziell ist der Christbaumschmuck
aus einer über 200 Jahre alten Zinn-Manufaktur aus dem
Oberland, den schon die Wittelsbacher Könige orderten. Wer mit offenen
Augen über den Christkindlmarkt geht, für den wird das Shoppen zum
Erlebnis.

Adventsbrauchtum am Münchner Christkindlmarkt
Wer den Advent mit seinem bayerischen Brauchtum kennen lernen will,
findet am Münchner Christkindlmarkt Angebote für Jung und Alt zum
Mitmachen und zum Zuschauen.

Die Himmelswerkstatt in der himmlisch geschmückten Ratstrinkstube im
Neuen Rathaus lädt vom 28. November bis 14. Dezember junge
Christkindlmarktgäste im Alter von sechs bis zwölf Jahren zum Basteln und
Werkeln ein. Unter dem Motto „Upcycling statt wegwerfen“ dürfen sie
Weihnachtsgeschenke kreativ gestalten, Konfekt herstellen und vieles
mehr. Das Besondere an der Himmelswerkstatt ist, dass sich die Kinder in
Engerl mit goldenen Flügerln und kostbaren Gewändern verwandeln
können. Das kostenlose Aktionsprogramm wird im Auftrag des Referats für
Arbeit und Wirtschaft (RAW) vom Kindermuseum München veranstaltet.
Künstler und Pädagogen betreuen die Kinder und leiten sie bei der
handwerklichen Arbeit an. Finanziert wird dieses Projekt von den
Marktkaufleuten des Münchner Christkindlmarktes und dem RAW.
Zum vergnüglichen Zuschauen hebt sich „Beim Kasperl Zettl“ der
Vorhang des Puppentheaters von Puppenspieler Nikolaus Zettl.
ImDurchgang von der Weinstraße zum Rathausinnenhof entführt er an den
Sonntagen 1., 8. und 15. Dezember, jeweils 14 und 15 Uhr, sein nicht nur
junges Publikum in die Welt des klassischen Kasperls und seiner
Genossen.

In Zusammenarbeit mit dem RAW und den Marktkaufleuten organisiert
Tom Bierbaumer, Gründer und Chef der 1. Münchner Krampusgruppe
„Sparifankerl Pass“, den großen Schaulauf der Krampusse mit rund 300
Mitwirkenden am Sonntag, 8. Dezember, 15 – 17 Uhr, über den Münchner
Christkindlmarkt. Ob Krampus, Perchten oder Klausen – es muss sich
niemand vor den zottigen Gestalten fürchten. ( www .sparifankerlpass.
de).
Die tägliche Livemusik vom Rathausbalkon um 17.30 Uhr bietet sich für
eine kleine Verschnaufpause auf der Jagd nach Geschenken an.
Gesangvereine, Laienmusikgruppen, Chöre und Musikensembles treten im
täglich wechselnden Programm auf. Höhepunkte der weihnachtlichen
Konzerte sind unter anderem die Auftritte der Harfenistin Agnes Auer und
Adi Stahuber mit seiner Isartaler Blasmusik. Das Musikprogramm wird von
den Marktkaufleuten des Christkindlmarkts organisiert, zusammengestellt
und finanziert.

Kripperlschaun leicht gemacht! Neben dem Münchner Krippenweg zu
den Innenstadt-Kirchen sind die Stadtkrippe, 1953 vom Münchner Maler
und Bildhauer Reinhold Zellner (1905-1990) geschaffen, und die
Isarkieselkrippe, in der H.J. Weimer Natur und Kunst in einer
weihnachtlichen Komposition vereint, im Prunkhof der Neuen Rathauses
zu bestaunen. Auf dem Marienplatz, Ecke Rindermarkt nahe beim
Kripperlmarkt, steht die Oberammergauer Großkrippe der
MünchnerKrippenfreunde e.V., deren fast lebensgroße Holzfiguren der bekannte
Oberammergauer Holzschnitzer Georg Lang fertigte.

Marktbereich und Öffnungszeiten
Auf rund 20.000 Quadratmetern breitet sich der Weihnachtsmarkt in
Münchens Altstadt aus: Vom Marienplatz bis zum Alten Rathaus und zum
Alten Peter, wo der Kripperlmarkt einen neuen Standort bekommen hat,
und über die Fußgängerzone in der Kaufingerstraße bis zur Neuhauser
Straße. Vom „Sternenweg“ in der Sendlinger Straße erstreckt sich der
Christkindlmarkt über die Rosenstraße bis in die Weinstraße/ Ecke
Sporerstraße hinein. Die Stände sind von Montag bis Samstag von 10 bis
21 Uhr und an den Sonntagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Am
Eröffnungstag, Mittwoch, 27. November, beginnt der Verkauf ebenfalls um
10 Uhr. Die feierliche Eröffnung des Münchner Christkindlmarktes durch
den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter findet um 17 Uhr am
Marienplatz statt. Hier auch erstrahlt der Christbaum erstmals in voller
Pracht. An Heiligabend, 24. Dezember, läuft der Betrieb von 10 bis 14 Uhr.

Quelle: Referat für Arbeit und wirtschaft