Betrug durch falschen Polizeibeamten

Polizei Bayern
Foto: Hans Schultheiß

Betrug durch falschen Polizeibeamte, Oberföhring am Donnerstag, 05.07.2018, gegen 12.30 Uhr, wurde ein 77-jähriger Rentner durch eine vermeintliche Bankmitarbeiterin angerufen und aufgefordert, für eine Unterschrift das Geldinstitut aufzusuchen.

Nachdem das Gespräch beendet wurde, rief ein falscher Polizeibeamter an und stellte sich als Hauptkommissar „Jansen“ vor. Dieser gab an, dass eine Bande die Bankschließfächer der Bank leeren und das Geld gegen Falschgeld austauschen würde. Er forderte den 77-Jährigen auf sein Schließfach zu leeren.

Der Senior begab sich daraufhin zu einer Bankfiliale am Promenadeplatz und leerte sein Schließfach. Als er wieder in seiner Wohnung war, rief der falsche Polizeibeamte erneut an und gab an, dass jemand kommen und das Geld abholen würde, um zu überprüfen, ob es sich um Falschgeld handelt. Noch während des Telefonats klingelte es bei dem 77-Jährigen an der Wohnungstür und er öffnete einer unbekannten männlichen Person.

Auf Nachfrage des Rentners nach einem Ausweis, zeigte der Mann sein Mobiltelefon mit einem angeblichen Ausweis vor. Der 77-Jährige übergab daraufhin das Bargeld und Münzen an den Unbekannten.

Nachdem der Mann mit den Wertgegenständen nicht zurück kam und der 77-Jährige dies dem immer noch am Telefon verweilenden falschen Polizeibeamten mitteilte, wurde ihm gesagt, dass er sich um 15.00 Uhr bei der Polizeiinspektion 22 (Bogenhausen) einfinden solle.

Da dem Rentner dies mittlerweile verdächtig vorkam, begab er sich zur Polizeiinspektion und wurde dort über den Betrug aufgeklärt.

Beschreibung des Abholers:
Männlich, ca. 180 cm groß, schmächtige Statur, schmales Gesicht, sonnengebräunte Hautfarbe, Bart um Mund- und Kinnpartie, bekleidet mit einem T-Shirt und Jeans.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Oberföhringer Straße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 AG-Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Die Polizei warnt erneut vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter. Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. In Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte Namen und Dienststelle des Polizeibeamten nennen und erkundigen sich durch einen Rückruf bei der Dienststelle nach der Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie unsicher sein, rufen Sie auf alle Fälle den Notruf 110 an.

Quelle: Polizei Bayern