Aushändigung Bundesverdienstkreuz am Bande und Medaille “Ehrenamt schafft Sicherheit”

Bundesverdienstkreuz
Foro: Hans Schultheiß

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann händigt Bundesverdienstkreuz am Bande an Anna Regensburger aus und verleiht Medaille “Ehrenamt schafft Sicherheit” an Prof. Dr. Dr. Benedikt von Hebenstreit.

Verdienstkreuz am Bande

Foto: Hans Schultheiß

Anna Regensburger (68) aus Ingolstadt engagiert sich als Mitglied im Verband medizinischer Fachberufe e. V. seit 1982 in herausragender Weise für die Belange der der Zahnmedizinischen Fachangestellten. Schon kurz nach ihrem Beitritt zum Arbeitskreis Zahnarzthelferinnen und -helfer wurde sie aufgrund ihres großen Engagements vom Vorstand des Landesverbandes Bayern auf Bundesebene vorgeschlagen und benannt. In diesem Arbeitskreis setzte sie sich annähernd zwei Jahrzehnte lang mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet mit großer Tatkraft für die Belange der Zahnmedizinischen Fachangestellten ein. Von 1986 bis 1988 war sie dort als Expertin an der Novellierung der Ausbildungsordnung der Zahnarzthelferinnen und -helfer beteiligt und gestaltete damit das Berufsbild der Zahnmedizinischen Fachangestellten maßgeblich mit. Ausgewöhnlichen Einsatz zeigte sie auch von 1990 bis 2017 im Berufsbildungsausschuss sowie seit 1989 im Prüfungsausschuss der Zahnärztekammer Bayern, wo sie insbesondere ihre Erfahrungen aus dem Novellierungsverfahren eingebracht und die Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung aktiv begleitet hat. Von 2009 bis 2017 stand sie als Vorsitzende dem Berufsbildungsausschuss vor und wirkte auf eine stetige Entwicklung der Qualität der beruflichen Bildung hin. Von 1987 bis 2001 brachte sie sich zudem mit großem persönlichem Einsatz im Tarifausschuss des Verbandes medizinscher Fachberufe ein, wo sie sich insbesondere für eine angemessene und leistungsgerechte Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Zahnarztpraxen stark machte. Von 2005 bis 2009 war sie ferner im Landesvorstand des Landesverbandes Bayern aktiv und setzte ihr Engagement auch nach der Fusion zum Landesverband Süd bis ins Jahr 2013 als Vorstandsmitglied fort. Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren im Bayerischen Landesfrauenrat und tritt dort für die Verwirklichung der Gleichstellung und der Verbesserung der Situation der Frauen im Freistaat ein. Im Jahr 2008 erhielt sie die Ehrenurkunde des Verbandes medizinischer Fachberufe für ihr besonderes Engagement im Landesverband Bayern. Von der Stadt Ingolstadt erhielt sie im Jahr 2016 zudem die Goldene Ehrenamtskarte.

Medaille “Ehrenamt schafft Sicherheit”

Foto: Hans Schultheiß

Prof. Dr. Dr. Benedikt von Hebenstreit (90) aus München setzt sich seit Jahrzehnten äußerst engagiert und erfolgreich für die Erhöhung der Verkehrssicherheit in Europa, Deutschland und Bayern ein. Als Honorarprofessor für Verkehrspsychologie war er an den Universitäten in Regensburg und Zürich tätig, wirkte als Freelancer am Institut für Angewandte Psychologie (IAP) in Zürich und als Referent an der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen. Bereits Mitte der 1950iger Jahre trat er als Gründungsvater der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) deutschlandweit an die Öffentlichkeit. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass er zu den führenden Verkehrswissenschaftlern im deutschen und europäischen Raum zu zählen ist. Sein weiterer Lebens- und Berufsweg war untrennbar mit dem Ideal einer möglichst unfallfreien Gesellschaft verwoben. Als Verkehrspsychologe, Leiter der Akademie des TÜV Bayern und Vorstandsmitglied – später 1. Vorstand – der Verkehrswacht München e. V. hat er weit über Bayern hinaus eine Fülle wertvoller Impulse gegeben, vor allem in der Aus- und Weiterbildung von Kraftfahrern. Seit rund 55 Jahren ist er für die Verkehrswacht München ehrenamtlich tätig. Hierbei waren seine Bemühungen stets auf alle Alters- und Zielgruppen ausgerichtet. Besonders erwähnt ist sein Einsatz für das Programm “Könner durch Er-Fahrung” für junge Führerscheinbesitzer, aber auch sein aktiver Einsatz im Rahmen des Senioren-Programms “Sicher über 60”. Untrennbar mit seinem Namen verbunden sind die bundesweit beachteten Schulwegpläne für alle Münchner Grundschulen und die Einführung des neuen LehrplanPLUS für Bayern. Er hat die Verkehrssicherheit in Bayern und darüber hinaus auf ein solides wissenschaftliches Fundament gestellt. Zahlreiche fachspezifische Veröffentlichungen zeugen von seinem außerordentlichen Engagement, das bis ins hohe Alter nicht nachgelassen hat. Er hat durch seine diversen Funktionen in der Verkehrswacht München Generationen von Kindern die Grundlagen für eine sichere Teilnahme im Straßenverkehr beigebracht.

Quelle: Bayerisches Innenministerium