Altersarmut „Münchner Bündnis gegen Frauenaltersarmut“

Altersarmut
Foto: Hans Schultheiß

Altersarmut ist auch in der Weltstadt mit Herz weiblich!

Altersarmut „Frau – alt – arm: Das trifft gerade in einer der reichsten Städte Deutschlands leider viel zu oft zu. Da nützt es wenig, auf die anderen Haushaltseinkommen im Alter hinzuweisen, wie die Rente des Mannes oder eine Witwenrente. Denn auch bei zwei kleinen Renten ist das Leben in München, der „Hauptstadt der hohen Mieten“, für ältere Menschen häufig einfach zu teuer. Außerdem sind viele Seniorinnen Single oder alleinstehend, müssen also allein mit einer niedrigen Rente oder Grundsicherung im Alter auskommen. ‚Keine Frau in München soll im Alter Flaschen sammeln müssen‘, hat Oberbürgermeister Dieter Reiter bei der 1. Mai-Kundgebung 2017 auf dem Münchner Marienplatz angemahnt. Recht hat er! Frauen müssen im Alter würdig le-ben können und nicht um Almosen betteln, auch nicht auf dem Sozialamt. Und dann reicht die Grundsicherung meist nicht einmal aus.“

So ein Auszug aus dem gemeinsamen Aufruf von Paritätischem, VdK, KAB, DEF (evangelische Frauen), Stadtbund Münchner Frauenverbände, Verband alleinerziehender Mütter und Väter, DGB-Frauen, ver.di – Frauen München.

Die ver.di-Frauen in München haben als die Frauengewerkschaft an der Isar, die auch prekäre Frauenbranchen vertritt, dieses Bündnis gegen Frauenaltersarmut initiiert. Zu-sammen mit den anderen Vertreterinnen der Erstunterzeichnerinnen wollen sie über die Situation und über Verbesserungsvorschläge aufklären, wie die gemeinsame For-derung an die größte Kommune Deutschlands, einen umfassenden Maßnahmenkatalog mit Sofortlösungen aufzulegen bzw. von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft einzufordern (s. Aufruf).
Dabei soll es nicht darum gehen, Arme gegen noch Ärmere auszuspielen, etwa einkommensschwache Rentner gegen noch bedürftigere Seniorinnen. Denn, so heißt es in der Resolution: „Wer Frauenaltersarmut bekämpft, bekämpft die Armut von allen davon Betroffenen und erhält unsere Stadt l(i)ebenswert.“

Quelle: Text Verd.di