AICHER AMBULANZ UNION Wiesnbericht am 25.9.2018

AICHER AMBULANZ UNION
Foto: Elisabeth Schultheiß

AICHER AMBULANZ UNION “Unsere Wiesn-Woche begann eher gemütlich. So versorgten unsere Ärzte und Sanitäter zwischen 9:00 Uhr und 1:00 Uhr insgesamt 201 Patienten”.

134 Patienten versorgten unsere behandelnden Ärzte und Sanitäter in der Aicher-Wiesn-Wache.
103 Patienten verließen nach ihrer Versorgung die Aicher-Wiesn-Wache selbstständig.
61 x rückten unsere Tragenstaffeln auf dem Festgelände zu Erstversorgungen aus.
54 fußläufige Patienten versogten unsere Kollegen am Infopoint mit 51 Pflastern und weiteren Hygieneartikeln.
24 Patienten wurden durch Krankentransportfahrzeuge in Münchner Kliniken verlegt.
7 Patienten wurden durch Rettungswagen zur Weiterbehandlung abtransportiert.
6 x behandelten unsere Einsatzkräfte Patienten mit lebensgefährlichen Zuständen.

Unser Ziel ist es, Patienten zu schützen: Zu diesem Schutz zählt auch, sie der richtigen Behandlung zuzuführen. Das kann vor allem dann eine Herausforderung sein, wenn aufgrund von Alkohol und der guten Stimmung auf der Wiesn, Schmerzen nicht mehr so wahrgenommen werden, wie sie im nüchternen Zustand auftreten.

So auch gestern: Einer unserer Patienten konnte aufgrund seines alkoholbedingten Zustandes nicht mehr abschätzen, wie schwerwiegend seine Verletzungen waren. Eine tiefere Kopfplatzwunde mit dem Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma nach einem Sturz schienen nach Begutachtung der aufnehmenden Ärzte ernsthaft behandlungsbedürftig. Nach gutem Zureden und einer patientengerechten Aufklärung unserer Ärzte und Sanitäter willigte der Patient in die Behandlung ein und zeigte sich am Ende sogar sehr dankbar.

Meldebild “Ketchup im Ohr”! So simpel das klingen mag, so unschön war es für unsere Patientin. Aus Spaß und ohne böse Absicht spritzte ein Wiesn-Besucher der Bedienung eines Festzeltes ohne Vorwarnung Ketchup ins Ohr. Da es sich hierbei um eine größere Menge der geschmackvollen Soße handelte, fand sich die Patientin bei uns in der Aicher-Wiesn-Wache zur Behebung der störenden Ohrgeräusche und des Fremdkörpergefühls im Ohr ein. Unsere Ärzte und Sanitäter konnte die Beschwerden sogleich mit einer umfangreichen Ohrspülung beheben. Anschließend untersuchte der behandelnde Arzt den Gehörgang noch auf Verletzungen. Glücklicherweise konnte unsere Patienten im Anschluss die Wiesn-Wache wieder verlassen.

Neben Ketchup kommen uns auch schöne Dinge zu Ohren: Inzwischen erzählten uns viele unserer Sanitäter, dass Wiesn-Besucher ihnen zum Dank gebrannte Mandeln, Magenbrot & Co schenken! Auch ehemalige Patienten aus der Wiesn-Wache kommen zu Besuch und bedanken sich für die Hilfeleistung oder auch “nur” für das offene Ohr der Kollegen mit Herzerln und Mandeln. Das freut uns riesig! Dafür sagen wir DANKE!

Quelle: Aicher Ambulanz Union